Merkzettelchen für die heimische Hadoop Installation

Es ist ja so: wenn die Hadoop-Installation zu Hause (Da entscheideste dich entweder für eine der Luschen-Distros Cloudera oder Hortonworks bzw. bist Held und nimmst dir direkt das bare Apache-Projekt vor.) dann endlich mal #funzt und Mensch es sich im #ichlassdasjetztso Modus gemütlich gemacht hat, wird gern vergessen, dass das nur die halbe Miete ist: das angepatschte Slideshare Dingsbums ist schnell durchgeklickt und erinnert an ganz doll sinnvolle post install Tasks:

Und apropos Hadoop Erklärkram – bin ich echt der Einzige, der den Mangel an nicht-offizieller Dokumentation anprangert? Ich habe jedenfalls den Eindruck. Wo sind all die hyppschen Hadoop- und related Blogs von echten Menschen für echte Menschen? Zu WordPress, GTD, Raspberry Pi und Netzpolitik schreibt doch auch gefühlt jeder was ins Internetz rein. Bitte macht da was!

 

gleich da

Der morgendliche Weg hin zum Arbeitgeber führt typischerweise an dieser Stelle entlang: Kreuzung Mühlenstrasse (Da wo die Touris die aufgehyppschten Mauer-Relikte ablichten.) slash Warschauer Strasse. Dieser – auf dem Foto fixierte – Blick auf der Warschauer Strasse schweift gen Kreuzberg. Und dann schwirren dem Autoren immer zwei, drei Sachen durch den Kopf:

  1. Da drüben war echt mal Westberlin.
  2. Von dort kamen die ersten Panzer mit aufgepinseltem Sowjetstern.
  3. Früher fuhr ich immer geradeaus – #neweconomyamt, wissta noch?

Punkt 2 verdient heute dedizierter Beachtung: 8. Mai – Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus. So hiess das früher. Heute, wo die Menschen mehr nachdenken (können|dürfen), sind einige der Meinung, diese Formulierung sei so nicht korrekt. Nun ja. /cc @jensbest

App.net so: „Schickt mehr Geld!“ (quasi)

Wissta noch? Der wilde App.net AKA ADN AKA #adn Hype anno 2012? Ich hatte mich lange gegen „das bessere Twitter“ (jahaaa, ich weiss) gewehrt, liess mich dann vom #zimmerkontrolle Blockwart schlussendlich doch noch bequatschen. Fix bisschen Euro für das Jahresabo ins Internetz reinüberwiesen, hyppsches Headerbildchen reingepatscht, fertig. So wurde ich einer dieser Gutmenschen, die fortan durch ihre Filterblase schlenderten und unentwegt die Kunde von der einzig wahren Plattform spreadeten. Denke, die finale Conclusio hebe ich mir noch auf. 

App.net logo
By App.net (App.net – Developer Assets) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Jedenfalls aufpoppte da nun ein aufschlussreicher Post drüben im App.net Company Blog mit der Erkenntnis, dass es im Abo-Kontext viiiiiiel besser aussehen könnte oder sollte oder müsste: 

„The good news is that the renewal rate was high enough for App.net to be profitable and self-sustaining on a forward basis. (…) The bad news is that the renewal rate was not high enough for us to have sufficient budget for full-time employees.“

Die eingezogenen Club-Beiträge lassen die Plattform also auch weiterhin rennen, für Extra-Wurschis wie Vollzeit-Byteschubser schaut es allerdings düster. Die Co-Funder schliessen mit believe:

„We continue to believe in the usefulness of a sustainable social platform where users and developers are customers, and not the product being sold to advertisers. If this were a company without a clear business model, App.net would have disappeared long ago.“

Wie schaut’s bei euch? Habt ihr auch permanent schlechten Schlaf wegen dieses latenten Pressures parallel 1:n‘en zu müssen und IFTTT doppelt zu managen? Vom Gerangel von Netbot und Tweetbot auf dem PoserPhone-Desktop mal ganz zu schweigen. 

(Eigentlich mag ich die App.net Idee mittlerweile ja richtig doll, es fühlt sich eben alles gut an. Allein: die Menschen. Die wollen Twittern und sich nicht die Birne um ein nachhaltiges Alternativ-Modell machen. Ich kann sie verstehen.)