Path und Berlin Friedrichsberg

Path – sorry liebe Mitlesenden, aber einen hab ich noch!

Als Jammerossi gehöre ich ja eher zur Minderheit der grundsätzlich-total-US-kritischen Deutschen – in meiner Jugend gab’s noch Sonne-statt-Reagan-Aufkleber im Ikarus zum PA-Unterricht – wobei sich meine brutalst mögliche Verachtung seit der Wende doch merklich hin zum #ipda gefietscherten Anprangern gewandelt hat. Aber ich prangere nicht nur an – nein, ich mache mich auch gern über die offenbare Blödheit amerikanischer Internetz-Unternehmen lustig – haben wir Adressbuch ausdruckend letzte Woche ja alle gemacht.

Screenshot Path mit Friedrichsberg Location

Vor ein paar Tagen riehtschte ich einen neuen Level dieser Blödheit – dachte ich zumindest: Hier … Dings … path: das Teil macht – jedenfalls in meinem Setup – auch permanentes Auto-Eingetschekke, ganz witzig, und neben dem Schlafometer eines meiner Lieblings-Fietschas. Aber wieso tschekken mich die Amis immer in Friedrichsberg ein? Ich wohne und maloche in Friedrichshain – das ist der Teil der Hauptstadt der DDR mit der grössten Hundescheisse-Dichte, zumindest national. Moment! Gleich nebenan befindet sich das verschissene Kreuzberg! Vielleicht doch gar nich so blöd gewesen die Amis und einfach Friedrichshain und Kreuzberg zu Friedrichsberg gemördscht?

Nee – noch viiiiel besser, denn nach einem Blick ins deutschsprachige Blockwart-Internetz-Magazin war ich schlauer: Friedrichsberg ftw! Mal ehrlich, wer von euch #fhain Menschen wusste davon?

(kurze Pause zum Wirken lassen und so)

Ich bin ja nicht nur leidenschaftlicher Klassenkämpfer, nein in mir schlägt ausserdem auch das Herz eines semi-interessierten Heimatforschungstüpen – so lässt sich auch erklären, wie ich von besagtem Wikipedia-Artikelchen auf diese interessante Ressource gestossen bin. Mein oller Kiez ist voller Geschichte, grossartig!

Will sagen: danke Path für diese Horizont-Erweiterung – Internetz wirkt!

was mit Werthers Echte

Eigentlich wollte der Grosse heute bei seinem allerbesten Kumpel übernachten. Kulturelles Highlight am Abend: Paprika-Chips fietschering Star Wars The Clone Wars. Die Begeisterung für das eigentliche Übernachten liess dann aber doch noch derart stark nach, dass ich ihn eben wieder abholte. Kleiner Spaziergang im Kiez.

Und während wir da jedenfalls so schweigend Hand in Hand nach Hause gingen, war da auf einmal diese Message aus dem Werthers Echte Werbespot. Nur eben Vater statt Grossvater, klar. Die Stullenschmierer unter euch verstehen sicher, was ich meine. :)

Hier – als Werbung noch Kunst war:

www.youtube-nocookie.com/embed/VSIQ-URDIB0

schon wieder Pinterest und Path auch

Noch nicht mal Schnitzel inhaliert und schon zwei tolle Internetz-Aufreger:

Pinterest, die IMHO überflüssige hej-tschekk-mal-diesen-hicen-shice-aus-Plattform reichert mittels Stealth HTML Technologie von Skimlinks („Unlock the cash in your content“) die Links der Pinteressierten um die eigenen Affiliate-Sammelnummern an und wird hoffentlich reich, denn ja – da bin ich ganz bei Herrn Breuer – Geld sollen die Pinterest-Macher ja verdienen. Allein, diese Businessidee erst im Nachhinein – und noch nicht mal selbst – aufpoppen zu lassen ist Kacke. Habta keine ordentliche PR Division? 

Path – ohje, noch ne Spur dämlicher als die Pinterest Nummer: das inner-circle-Schlafometer-und-private-Bilderchen-rumreich Social Netwörkchen hyppsch finden und mitmachen und – jetzt kommt’s – das Smartphone-Adressbuch auf die US-Server hochladen lassen – mit ohne Wissen. Nee, das geht nicht. Aber aufgrund der offensichtlichen Verplantheit – ich gehe wirklich stark davon aus, dass da die Hyppschness des Produktes bisher mehr Wichtung hatte als ein bisschen Privacy Considerations – mag ich noch nicht drauf verzichten. Mal schauen, wie die Burschis aus der Nummer rauskommen. 

Hej, Piraten – Transparenz und so … wär das nicht ein blaubehelmter Auslandseinsatz was für euch? Ach nee, ihr habt ja gerade mit ganz derbem Kevinismus zu tun. =/

  • https://moellus.net/2012/02/07/pinterest-pinteressiert-mich-eigentlich-nicht-so
  • http://skimlinks.com/
  • http://notizen.steingrau.de/2012/02/08/grosartig-pinterest-beginnt-mit-dem-geldverdienen/
  • http://mclov.in/2012/02/08/path-uploads-your-entire-address-book-to-their-servers.html
  • http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2012-02/der-jude-an-sich-ein-pirat-ubt-sich-in-antisemitismus/
  • http://juliaschramm.de/2012/02/07/ism-und-judentum-lieber-kevin/

Pinterest pinteressiert mich eigentlich nicht so.

 

Liebes Internetz-Tagebuch,
 
sei nicht traurig, dass ich nach der gestrigen Ankündigung doch erst heute was zum Thema Pinterest in dich reinschreibe. Stullen geschmiert, auf Couch geparkt, weggepennt – du kennst das.
 
Also Pinterest – bzw. Pinspire, denn ich muss immer zwei mal überlegen, welche von beiden Hohmpädsches jetzt das Original und welche die verschissene german Kopierkatze ist. Ich pack mal Logo hin, damit es mit dem Merken doch noch klappt. 
 
Gestern gab’s zwei kleine Schockwellen zum Thema, die meine Aufmerksamkeit weckten: 

 

 

Die erste Verknüpfung nimmt den rechtlichen Aspekt unter die Lupe – was mit german Angst also, klar: Kann ja nicht einfach jeder kommen und durch Pinteressieren schwupps ne Kopie von toll.gif dort auf dem persönlichen pinterest Board kreieren. Oder doch? (So wie es schon bei posterous.com und Konsorten seit Jahren praktiziert wird.)

Verknüpfung #2 dann lässt uns einen Blick ins Gefühlsleben von Mr. Shoppero werfen – jedenfalls bzgl. seiner geistigen Pintereset-Shoppero-Achse. Ich hätte da zwar nicht unbedingt ne Parallele gezogen, aber der Mann kennt sich aus, schreibt ja auch ab und an was ins Internetz rein. (Shoppero war IMHO so ne ich-hab-das-und-das-gadget-protz-Seite, wenn ich mich recht erinnere, und Punkte gab’s auch – hej, wie issn mein Punktestand?!)

Fazit: Bleibt abzuwarten, wann die ersten Rechtsverdreher sich nicht statthaft gesharten #shice vornehmen werden – vermute ich stark. Und dann diese Traffic- und Reichweite-Fantasien … so what?

Ich selbst kann mit Pinterest absolut nix anfangen – wenn ich was toll finde, wird entweder der Seiteninhaber dermassen mit Quellen-Angaben vollgeschleimt, dass er gar nicht anders kann, als meine Erwähnung als Huldigung zu würdigen. Und zweitens: so ne direkte Übernahme von fremden – sei er auch noch so anonym und schwachsinnig – Content vermeide ich, wenn es nur geht. Entweder ich hab selbst entsprechendes Multimedia (immer noch ein geiles Buzzword, oder?) Element oder ich bediene mich bei den Blockwarten und ihrem tollen Bundesarchiv Fundus. 

Pinterest issn Content-Poser-Board. Das ffffound für alle. :)

PS: 
Oh shit, jetzt hab ich einfach das Pinterest Logo gepinterested! #ftw

 

 

Update:

SpOn widmet sich dem Thema. 

 

 

  • http://pinterest.com/
  • http://www.pinspire.de/
  • http://spreerecht.de/social-media-2/2012-02/pinterest-und-die-rechtlichen-grenzen-beim-teilen-und-verlinken
  • http://lumma.de/2012/02/03/pinterest-regt-mich-auf/
  • http://ffffound.com/
  • http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,813571,00.html