CrashPlan – 50 % geschafft

Hatte mir gestern beim Lesen der most recent CrashPlan Report Mail ein gequältes „Yeah!“ abgerungen (nur leise, aber dafür mit dynamischer Bohlen-Faust) – fuffzich Prozent der initialen digital-hub Paketes sind geschafft, sprich irgendwo auf einem amerikanischen Strato-Serverchen hinaufgeschauffelt.


(juut Ding will Weile haben … #aechz)

Ja, ich bin zwar eher der #easypeasy Tüp – nein, ich hätte nix dagegen, wenn sich das elendige Hochgelade deutlich fixer gestalten würde. Daher meine Bitte: Falls jemand von euch mit fetter Leitung (aber die muss echt fett sein – zu schlagen sind meine poligen 2 Mb um mindestens den Faktor 20) Bock auf ne Moellus-Audienz vor Ort hat – ich komme vorbei und bringe Piwo ausm Laden mit. Lasse das verschissene Möchtegern-NAS auch gern ein paar Tage bei dir stehen, wenn das möglich ist. 

PS:
Ja, die Idee mit der brutalst fetten Office-Line hatte ich natürlich auch schon, aber hej – ich muss Miete zahlen und inne Kaufhalle. So ist das doppelt freier Lohnarbeiter. 

PPS:
Ha, und dann les ich gerade in diesem Moment sowas. Ej, Jungs – macht keen Scheiss!

  • https://twitter.com/crashplan/statuses/206156565756125184

Durch das deutsche Schulwesen muss ein POSpedia Ruck gehen!

Ich kann mich noch gut an einen Kurzvortrag (typisches Ost-Wort, oder?) im Fach Erdkunde erinnern, in dem mein bester POS-Kumpel Ronny und ich was zum Thema Japan erzählten. Ja, Kapitalismus und so eben. Aber wir hielten uns nicht damit auf, wiederholt die offensichtlichen Nachteile dieser menschenverachtenden Gesellschaftsordnung zu exponieren – nein, eine andere Messettsch war diese Sache mit den Computern. Für mich zum damaligen Zeitpunkt noch ein absolutes Abstraktum – erst Jahre später konnte ich in Hauptstadt der DDR beim C64 des Cousins initial erleben, wie sich sowas in echt anfühlt – so ein Computer. 


klassische POS ohne POSpedia

Die Grundfaszination war irgendwie schon immer da. Und noch mal einen Schritt zurück: Schule und Computer – zwei Welten prallen aufeinander. Obwohl das nun schon mehr als zwei Dekaden her ist – den echten Durchbruch gab es da auch bis anno 2012 noch nicht, oder hab ich was verpasst? Jedenfalls nicht, wenn ich da an die Bildungseinrichtung der eigenen Jungadler denke. Irgendwo stehen ein paar olle Windows-PC herum, sorgfältig in der Ecke mit Staubplane vor allzu engagierter Benutzung beschützt – scheint jedenfalls immer so, wenn ich so ein Teil im Klassenraum oder im Hort entdecke.

Genug der persönlichen Note – eigentliche Motivation zur aktuellen Content-Produktion ist die jüngste D64-Iniative “Wir wollen digitale Lehrmittelfreiheit”. Schule – digital und frei, das passt ja richtig gut zu dem Finanzzeit-Artikelchen, dass es vor paar Tagen hier zu lesen gab und ordentich aufgeregte Verbreitung fand (/via news.me). Hauptinformation: die engagierte Lehrkraft wird praktisch zum Raubkopierer, wenn aktuelle Inhalte der Verlage in Eigenregie digital aufbereitet werden.

Beispiel: „Wenn ich nur eine einzige Seite aus einem Schulbuch einscanne und für die Klasse ins Wiki stelle“, sagt er, „mache ich mich strafbar.“ Unglaublich. Klar, ich kann den gemeinen Schulbuchverlag verstehen, der sowas bei Strafe seines Untergangs (das hab ich bei Marx geklaut, #hihi) unterbinden möchte (na gut, so wird es nicht formuliert – die Rede ist von neuen Ausgleichs-Vereinbarungen.) Noch mehr kann ich die Initiative von D64 verstehen, die eine Debatte zur “Neuordnung der Bereitstellung von Lehr- und Lernunterlagen” in Gang bringen möchte, die zu einem komplett neuen Konstrukt führen könnte: Schon mal an so eine Art Wikipedia für das deutsche Bildungswesen gedacht (Call it POSpedia von mir aus!) vielleicht?


muss nur noch eingebaut werden: fertiges POSpedia Environment

Ja, ziemlich revolutionär und die Gierschlunde von den Verlagen ziemlich in den Hintern tretend, ich weiss. Aber ihr wisst ja, ich lese erstens dem @jensbest die seine Tweets und habe mich zweitens schon in früher Schulzeit (s.o.) mit den Auswüchsen des Kapitalismus (das inkludiert selbstredend Bildungskapitalismus) auseinandergesetzt. So, #tasskaff now und dann schreibe ich eine Elektropost an @antischokke und @sebaso – mal anfragen, was an POSpedia relevanten Stuff und Data schon so vorhanden ist. 

  • http://lehrmittelfreiheit.d-64.org/
  • http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:digitales-lernen-copy-and-pay-in-der-schule/70038789.html
  • http://www.news.me/
  • http://twitter.com/jensbest
  • http://twitter.com/antischokke
  • http://twitter.com/sebaso

entspanntes Wochenend-Camping am Stechlinsee

Liebes Internetz-Tagebuch,

da dies nun doch ein nüchterner Abend geworden ist (war aufgrund dessen sogar eben noch extra Mate ausm Späti-Frittschie holen, voll Sommer in the Hauptstadt und so!) finde ich Zeit, dir vom most recent Wochenende zu berichten. Und das ist mal ausnahmsweise kein schissiges Anti-Slacker-Gelaber, nee – Fakten und Emotionen und paar Bilderchen auch. Und bisschen Qype-esque vielleicht.

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Aha, das Wochenende nach dem Vati-Tach naht. Wir haben da so einen Bekanntenkreis, dessen männliche und erwachsene Hälfte diesen Fahrrad-und-Bier-Tag sehr ernst nimmt. Challenge in diesem Jahr: from Hauptstadt der DDR hoch Richtung Stechlinsee. Ich kann _leider_ nicht daran teilnehmen, denn ich lasse mich ja am darauffolgenden Brückentag (denke bei diesem Begriff bekloppterweise oft an “Die Brücke von Arnheim” – noch jemand?) vom Nougat-Kombinat ausbeuten. Wie berichtet am Abend dann Pizza und Westfernsehen.

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Der Stechlinsee ist eine ziemlich abgefahrene Lokation. Und das aus gar verschiedenen Perspektiven: Zunächst mal befindet sich das hyppsche Nass nicht in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt, woraus resultiert, dass nicht wirklich jeder die Ecke kennt – habe dies am heutigen Montag while Morgen-Gequatsche und auch #zimmerkontrolle getschekkt. Die gut 80 km Richtung Norden entweder mit der Rennpappe selbst machen oder entspannt in knapp anderthalb Stunden mit der Bahn bis Fürstenberg gondeln. Von dort sind es noch ein paar wenige Kilometer über Wiesen und durch Wälder, um schliesslich das Örtchen Neuglobsow direkt am See zu erreichen. Soweit so gut. Dann Fakten: der See ist erstens absolut klar. Habe einer der Informationstafeln (Ja, ich bin jetzt im Informationstafel-Lesealter!) am Ufer entnehmen können, dass die Sonne soweit reinrietschen tut, dass sogar noch in 19 m Wassertiefe Grünzeug wächst. Klingt tief, oder? Haha! Das ist noch gar nichts – der See ist an seiner tiefsten Stelle satte 69 m tief! Und jetzt wird auch klar, weshalb schon die NVA-Taucher hier gern herumschnorchelten: klares und tiefes Wasser. Klar. Der absolute Fakt zum Stechlinsee gleich nach dem nächsten Gegenwart-Einspieler. Bitte bleibt tuned.

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Mit der Ringbahn fahren wir bis Gesundbrunnen. Mit dem PoserPhone neben Tweets auch mal das Angebot der Deutschen Reichsbahn tschekken und so den korrekten Bahnsteig für die nächste Etappe finden – Fürstenberg, gleich sind wir da! Ich bin erleichtert, dass der Zug nicht wie befürchtet vor Eintages-Ostsee-Touristen mit Audi-Fahrrädern überquillt. Via Oranienburg geht’s nach Norden. Der Grosse entdeckt die PoserPhone App PowerCam und macht etwa Tausend Fotos, weil die App mindestens so viele Effekte hat. Ich bin ein wenig besorgt um den Akku des PoserPhones und überlasse ihm daher die Spiegelreflex. Aber nur kurz, denn schon sind wir da. Chefin und Junior-Chefin holen uns ab. Weil wir Ossis sind, heben wir erst mal Westgeld von der Sparkasse ab und kaufen Alkohol. Und Tschypps und Toastbrot und Schokolade auch.

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Schon mal vom AKW Rheinsberg AKA Kernkraftwerk Rheinsberg AKA KKR gehört? Genau – dieses Ost-Atomkraftwerk, das 1990 stillgelegt wurde und sich seitdem im Rückbau befindet. Ha! Nix Rheinsberg – diese Immobilie befindet sich quasi direkt am Stechlinsee. Weil wir alle ordentlich #atomscheisse sensibilisiert sind, klappt uns da selbstredend erst mal die Kinnlade runter.

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10-Mark-Schein mit AKW Rheinsberg Kommandozentrale Illustration (via commons.wikimedia.org)

AKW – direkt am See? (skizze) Ja, das Konstrukt AKW-und-klares-Wasser war auch mein erster Gedanke. Ich war jetzt etwa vier mal an diesem See – aber diese Tatsache wurde mir erst vor kurzem bewusst. Es heisst ja AKW Rheinsberg und nicht AKW Stechlinsee. So to speak.

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Kiste Bier eingeladen, Kekse für alle und los geht’s. Zelt steht ja bereits. Grossartig.

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Unterkunft an diesem Wochenende ist die “Tauchbasis Stechlin”. Dieses in 70er Jahre Barackenbeton gegossene ostalgische Kleinod ist nicht nur für Taucher gedacht – Zimmer und Platz zum Zelten und Grillstände und Frühstück gibt’s für alle, die entsprechend buchen. Wer sowas wie Sterne-Unterkunft erwartet, ist hier falsch. Zweckmässig und spartanisch. Und eben auch noch ordentlich #zonal – wäre also genau das richtige für @horax zum Beispiel.

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Der Nachmittag an der kleinen Badestelle mit vorzüglicher Fressbude ist schnell rum. Die Kids marschieren ohne Murren Richtung FDGB-Objekt becoz of Grillen und Fussball. Chefin hat in ein paar Stunden Geburtstag. Ich verpenne das Reinfeiern, weil ich bei der Junior-Chefin am Bettchen Wache schiebe und natürlich dort einschlafe. Sonntag früh murmele ich meinen Geburtstagsgruss, als mich die Chefin weckt. Irgendwie finde ich dann den korrekten Weg ins Mannschaftszelt.

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Schon Marco Polo der olle Stubenhocker hatte recht, als er feststellte: “Warum in die ferne schweifen wenn das gute liegt so nah.” – und solche Mini-Urlaube an solchen Lokationen machen es leicht, mal aus dem normalen Wochenend-Ding auszubrechen. Nix gegen das samstägliche Ächz-Shopping und das Zwangs-Abhängen auf dem Drachenspielplatz … #harhar Nee, machen! Allein im WG-Kontext oder mit paar Bekannten Zelt, Fussball und paar Comics einpacken und los. Ich hatte mich ja bereits im letzten Jahr zu einem Fan des Wochenendausflugism entwickelt. Wochenend-Camping is fun too. Müssta mal ausprobieren. Und wie gesagt: die Tauchstation Stechlin in Verbindung mit dem tollen See macht sich da gut zum Testen dieses Konzeptes. Aber Moment, erst mal kam der Sonntag. Aua!

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Ich wache erstmals im Dunkeln auf, tierische Kopfschmerzen (nein, ich hatte lediglich drei Nord-Piwo, die mit dem Plopp) und dazu dieses sch**ss Gezwitscher der Vögel. Werde bald wahnsinnig, denn die optimale Durchhalte-Position ergibt sich jeweils erst nach jedem zehnten Schlafsack-Gewühle. Die Kids sind taff und pennen weiter. Endlich, nach Stunden die Erlösung: Chefin bringt mit ne Tablette, die sogar wirkt. Ich selbstbemitleide mich noch bis ölf, dann stolpere ich zur Kaffee- und Schrippen-Ausgabe. Gegen Mittag bin ich wieder fit. Uff!

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Unbedingt machen: Boot fahren und die Fischerei besuchen. (Geht auch beides unabhängig voneinander.) Für PDS-Mitglieder gibt’s noch die guten alten Ost-Ruderboote, für unsere Freunde aus den alten Ländern stehen aber auch farblich ansprechende Wasserfahrzeuge zur Verfügung. Stunde Ruderboot für 5, jede weitere dann 3 Euro. Backfischbrötchen – sehr lecker! – gibt’s schon für 2 Euro. Leider gut besucht und daher bisschen Wartezeit-Dingsbums.

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Die Kids springen durch das kalte Wasser und bauen Modderpampen-Burgen, die Alten tschillen auf der Wiese. Ich schnitze für den Grossen ein Star Wars Laserschwert aus Stechlinsee-Wald-Holz, Leatherman sei Dank. Mittach vom Fischer holen, Fotos machen, noch ein Käffchen, und schon wieder tschillen, der PoserPhone-Akku hält einigermassen, denn ich jongliere geschickt mit dem Flug-Modus. So, ein Eis noch, dann zusammenpacken. Weil wir kuhle Säue sind umgehen wir den Stau zwischen Gransee und Oranienburg: Alternativroute, bei Mühlenbeck rauf auf den Highway und Abfahrt Pankow und schon zu Hause. Bildas tschekk ich dann morgen … *gähn* … *wegepenn*

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Fazit: Sehr schön war’s.

PS: Und nächstes mal ruderboote ich zur Rückbaustelle und mache Fotos für die Blockwartpedia.

Dragon goes ISS

Dragon ISS

Just beim Fryhstyck via almighty timeline erfahren, dass da heute der initiale ISS-Launch des Falcon/Dragon Gespanns gehen wird. „So what – Amis schiessen Rakete ins All, und?“ – Nee, ganz so isses nicht. Denn: US-Privatwirtschaft macht erstmals nicht nur den NASA-Zulieferer, sondern übernimmt die Raumfahrt-Verwantwortung. Das ganz erst mal nur im Sachen-hochwuchten-Kontext, aber das SpaceX Kombinat möchte noch mehr, Stichwort bemannte Raumfahrt zu Mond und sogar Mars. 

Und wie man es 2012 erwarten darf, gibt’s eine hyppsche Internetz-Berichterstattung – Flash makes the MacBook hot, aber das musses wert sein. Noch vor paar Jahren haste von Raketenstarts aus der Jungen Welt erfahren, heute guckste live zu – grossartigst!

Update:
While schreibing this hätte das Blech launchen sollen, tat es aber nicht. Am 22. Mai nächster Startversuch. Uff!

#dragonlaunch 1/3
#dragonlaunch 2/3
#dragonlaunch 3/3

Hier … Dings … SpaceX via Twitter