Durch das deutsche Schulwesen muss ein POSpedia Ruck gehen!

Ich kann mich noch gut an einen Kurzvortrag (typisches Ost-Wort, oder?) im Fach Erdkunde erinnern, in dem mein bester POS-Kumpel Ronny und ich was zum Thema Japan erzählten. Ja, Kapitalismus und so eben. Aber wir hielten uns nicht damit auf, wiederholt die offensichtlichen Nachteile dieser menschenverachtenden Gesellschaftsordnung zu exponieren – nein, eine andere Messettsch war diese Sache mit den Computern. Für mich zum damaligen Zeitpunkt noch ein absolutes Abstraktum – erst Jahre später konnte ich in Hauptstadt der DDR beim C64 des Cousins initial erleben, wie sich sowas in echt anfühlt – so ein Computer. 


klassische POS ohne POSpedia

Die Grundfaszination war irgendwie schon immer da. Und noch mal einen Schritt zurück: Schule und Computer – zwei Welten prallen aufeinander. Obwohl das nun schon mehr als zwei Dekaden her ist – den echten Durchbruch gab es da auch bis anno 2012 noch nicht, oder hab ich was verpasst? Jedenfalls nicht, wenn ich da an die Bildungseinrichtung der eigenen Jungadler denke. Irgendwo stehen ein paar olle Windows-PC herum, sorgfältig in der Ecke mit Staubplane vor allzu engagierter Benutzung beschützt – scheint jedenfalls immer so, wenn ich so ein Teil im Klassenraum oder im Hort entdecke.

Genug der persönlichen Note – eigentliche Motivation zur aktuellen Content-Produktion ist die jüngste D64-Iniative “Wir wollen digitale Lehrmittelfreiheit”. Schule – digital und frei, das passt ja richtig gut zu dem Finanzzeit-Artikelchen, dass es vor paar Tagen hier zu lesen gab und ordentich aufgeregte Verbreitung fand (/via news.me). Hauptinformation: die engagierte Lehrkraft wird praktisch zum Raubkopierer, wenn aktuelle Inhalte der Verlage in Eigenregie digital aufbereitet werden.

Beispiel: „Wenn ich nur eine einzige Seite aus einem Schulbuch einscanne und für die Klasse ins Wiki stelle“, sagt er, „mache ich mich strafbar.“ Unglaublich. Klar, ich kann den gemeinen Schulbuchverlag verstehen, der sowas bei Strafe seines Untergangs (das hab ich bei Marx geklaut, #hihi) unterbinden möchte (na gut, so wird es nicht formuliert – die Rede ist von neuen Ausgleichs-Vereinbarungen.) Noch mehr kann ich die Initiative von D64 verstehen, die eine Debatte zur “Neuordnung der Bereitstellung von Lehr- und Lernunterlagen” in Gang bringen möchte, die zu einem komplett neuen Konstrukt führen könnte: Schon mal an so eine Art Wikipedia für das deutsche Bildungswesen gedacht (Call it POSpedia von mir aus!) vielleicht?


muss nur noch eingebaut werden: fertiges POSpedia Environment

Ja, ziemlich revolutionär und die Gierschlunde von den Verlagen ziemlich in den Hintern tretend, ich weiss. Aber ihr wisst ja, ich lese erstens dem @jensbest die seine Tweets und habe mich zweitens schon in früher Schulzeit (s.o.) mit den Auswüchsen des Kapitalismus (das inkludiert selbstredend Bildungskapitalismus) auseinandergesetzt. So, #tasskaff now und dann schreibe ich eine Elektropost an @antischokke und @sebaso – mal anfragen, was an POSpedia relevanten Stuff und Data schon so vorhanden ist. 

  • http://lehrmittelfreiheit.d-64.org/
  • http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:digitales-lernen-copy-and-pay-in-der-schule/70038789.html
  • http://www.news.me/
  • http://twitter.com/jensbest
  • http://twitter.com/antischokke
  • http://twitter.com/sebaso

entspanntes Wochenend-Camping am Stechlinsee

Liebes Internetz-Tagebuch,

da dies nun doch ein nüchterner Abend geworden ist (war aufgrund dessen sogar eben noch extra Mate ausm Späti-Frittschie holen, voll Sommer in the Hauptstadt und so!) finde ich Zeit, dir vom most recent Wochenende zu berichten. Und das ist mal ausnahmsweise kein schissiges Anti-Slacker-Gelaber, nee – Fakten und Emotionen und paar Bilderchen auch. Und bisschen Qype-esque vielleicht.

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Aha, das Wochenende nach dem Vati-Tach naht. Wir haben da so einen Bekanntenkreis, dessen männliche und erwachsene Hälfte diesen Fahrrad-und-Bier-Tag sehr ernst nimmt. Challenge in diesem Jahr: from Hauptstadt der DDR hoch Richtung Stechlinsee. Ich kann _leider_ nicht daran teilnehmen, denn ich lasse mich ja am darauffolgenden Brückentag (denke bei diesem Begriff bekloppterweise oft an “Die Brücke von Arnheim” – noch jemand?) vom Nougat-Kombinat ausbeuten. Wie berichtet am Abend dann Pizza und Westfernsehen.

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Der Stechlinsee ist eine ziemlich abgefahrene Lokation. Und das aus gar verschiedenen Perspektiven: Zunächst mal befindet sich das hyppsche Nass nicht in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt, woraus resultiert, dass nicht wirklich jeder die Ecke kennt – habe dies am heutigen Montag while Morgen-Gequatsche und auch #zimmerkontrolle getschekkt. Die gut 80 km Richtung Norden entweder mit der Rennpappe selbst machen oder entspannt in knapp anderthalb Stunden mit der Bahn bis Fürstenberg gondeln. Von dort sind es noch ein paar wenige Kilometer über Wiesen und durch Wälder, um schliesslich das Örtchen Neuglobsow direkt am See zu erreichen. Soweit so gut. Dann Fakten: der See ist erstens absolut klar. Habe einer der Informationstafeln (Ja, ich bin jetzt im Informationstafel-Lesealter!) am Ufer entnehmen können, dass die Sonne soweit reinrietschen tut, dass sogar noch in 19 m Wassertiefe Grünzeug wächst. Klingt tief, oder? Haha! Das ist noch gar nichts – der See ist an seiner tiefsten Stelle satte 69 m tief! Und jetzt wird auch klar, weshalb schon die NVA-Taucher hier gern herumschnorchelten: klares und tiefes Wasser. Klar. Der absolute Fakt zum Stechlinsee gleich nach dem nächsten Gegenwart-Einspieler. Bitte bleibt tuned.

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Mit der Ringbahn fahren wir bis Gesundbrunnen. Mit dem PoserPhone neben Tweets auch mal das Angebot der Deutschen Reichsbahn tschekken und so den korrekten Bahnsteig für die nächste Etappe finden – Fürstenberg, gleich sind wir da! Ich bin erleichtert, dass der Zug nicht wie befürchtet vor Eintages-Ostsee-Touristen mit Audi-Fahrrädern überquillt. Via Oranienburg geht’s nach Norden. Der Grosse entdeckt die PoserPhone App PowerCam und macht etwa Tausend Fotos, weil die App mindestens so viele Effekte hat. Ich bin ein wenig besorgt um den Akku des PoserPhones und überlasse ihm daher die Spiegelreflex. Aber nur kurz, denn schon sind wir da. Chefin und Junior-Chefin holen uns ab. Weil wir Ossis sind, heben wir erst mal Westgeld von der Sparkasse ab und kaufen Alkohol. Und Tschypps und Toastbrot und Schokolade auch.

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Schon mal vom AKW Rheinsberg AKA Kernkraftwerk Rheinsberg AKA KKR gehört? Genau – dieses Ost-Atomkraftwerk, das 1990 stillgelegt wurde und sich seitdem im Rückbau befindet. Ha! Nix Rheinsberg – diese Immobilie befindet sich quasi direkt am Stechlinsee. Weil wir alle ordentlich #atomscheisse sensibilisiert sind, klappt uns da selbstredend erst mal die Kinnlade runter.

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10-Mark-Schein mit AKW Rheinsberg Kommandozentrale Illustration (via commons.wikimedia.org)

AKW – direkt am See? (skizze) Ja, das Konstrukt AKW-und-klares-Wasser war auch mein erster Gedanke. Ich war jetzt etwa vier mal an diesem See – aber diese Tatsache wurde mir erst vor kurzem bewusst. Es heisst ja AKW Rheinsberg und nicht AKW Stechlinsee. So to speak.

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Kiste Bier eingeladen, Kekse für alle und los geht’s. Zelt steht ja bereits. Grossartig.

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Unterkunft an diesem Wochenende ist die “Tauchbasis Stechlin”. Dieses in 70er Jahre Barackenbeton gegossene ostalgische Kleinod ist nicht nur für Taucher gedacht – Zimmer und Platz zum Zelten und Grillstände und Frühstück gibt’s für alle, die entsprechend buchen. Wer sowas wie Sterne-Unterkunft erwartet, ist hier falsch. Zweckmässig und spartanisch. Und eben auch noch ordentlich #zonal – wäre also genau das richtige für @horax zum Beispiel.

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Der Nachmittag an der kleinen Badestelle mit vorzüglicher Fressbude ist schnell rum. Die Kids marschieren ohne Murren Richtung FDGB-Objekt becoz of Grillen und Fussball. Chefin hat in ein paar Stunden Geburtstag. Ich verpenne das Reinfeiern, weil ich bei der Junior-Chefin am Bettchen Wache schiebe und natürlich dort einschlafe. Sonntag früh murmele ich meinen Geburtstagsgruss, als mich die Chefin weckt. Irgendwie finde ich dann den korrekten Weg ins Mannschaftszelt.

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Schon Marco Polo der olle Stubenhocker hatte recht, als er feststellte: “Warum in die ferne schweifen wenn das gute liegt so nah.” – und solche Mini-Urlaube an solchen Lokationen machen es leicht, mal aus dem normalen Wochenend-Ding auszubrechen. Nix gegen das samstägliche Ächz-Shopping und das Zwangs-Abhängen auf dem Drachenspielplatz … #harhar Nee, machen! Allein im WG-Kontext oder mit paar Bekannten Zelt, Fussball und paar Comics einpacken und los. Ich hatte mich ja bereits im letzten Jahr zu einem Fan des Wochenendausflugism entwickelt. Wochenend-Camping is fun too. Müssta mal ausprobieren. Und wie gesagt: die Tauchstation Stechlin in Verbindung mit dem tollen See macht sich da gut zum Testen dieses Konzeptes. Aber Moment, erst mal kam der Sonntag. Aua!

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Ich wache erstmals im Dunkeln auf, tierische Kopfschmerzen (nein, ich hatte lediglich drei Nord-Piwo, die mit dem Plopp) und dazu dieses sch**ss Gezwitscher der Vögel. Werde bald wahnsinnig, denn die optimale Durchhalte-Position ergibt sich jeweils erst nach jedem zehnten Schlafsack-Gewühle. Die Kids sind taff und pennen weiter. Endlich, nach Stunden die Erlösung: Chefin bringt mit ne Tablette, die sogar wirkt. Ich selbstbemitleide mich noch bis ölf, dann stolpere ich zur Kaffee- und Schrippen-Ausgabe. Gegen Mittag bin ich wieder fit. Uff!

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Unbedingt machen: Boot fahren und die Fischerei besuchen. (Geht auch beides unabhängig voneinander.) Für PDS-Mitglieder gibt’s noch die guten alten Ost-Ruderboote, für unsere Freunde aus den alten Ländern stehen aber auch farblich ansprechende Wasserfahrzeuge zur Verfügung. Stunde Ruderboot für 5, jede weitere dann 3 Euro. Backfischbrötchen – sehr lecker! – gibt’s schon für 2 Euro. Leider gut besucht und daher bisschen Wartezeit-Dingsbums.

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Die Kids springen durch das kalte Wasser und bauen Modderpampen-Burgen, die Alten tschillen auf der Wiese. Ich schnitze für den Grossen ein Star Wars Laserschwert aus Stechlinsee-Wald-Holz, Leatherman sei Dank. Mittach vom Fischer holen, Fotos machen, noch ein Käffchen, und schon wieder tschillen, der PoserPhone-Akku hält einigermassen, denn ich jongliere geschickt mit dem Flug-Modus. So, ein Eis noch, dann zusammenpacken. Weil wir kuhle Säue sind umgehen wir den Stau zwischen Gransee und Oranienburg: Alternativroute, bei Mühlenbeck rauf auf den Highway und Abfahrt Pankow und schon zu Hause. Bildas tschekk ich dann morgen … *gähn* … *wegepenn*

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Fazit: Sehr schön war’s.

PS: Und nächstes mal ruderboote ich zur Rückbaustelle und mache Fotos für die Blockwartpedia.

Dragon goes ISS

Dragon ISS

Just beim Fryhstyck via almighty timeline erfahren, dass da heute der initiale ISS-Launch des Falcon/Dragon Gespanns gehen wird. „So what – Amis schiessen Rakete ins All, und?“ – Nee, ganz so isses nicht. Denn: US-Privatwirtschaft macht erstmals nicht nur den NASA-Zulieferer, sondern übernimmt die Raumfahrt-Verwantwortung. Das ganz erst mal nur im Sachen-hochwuchten-Kontext, aber das SpaceX Kombinat möchte noch mehr, Stichwort bemannte Raumfahrt zu Mond und sogar Mars. 

Und wie man es 2012 erwarten darf, gibt’s eine hyppsche Internetz-Berichterstattung – Flash makes the MacBook hot, aber das musses wert sein. Noch vor paar Jahren haste von Raketenstarts aus der Jungen Welt erfahren, heute guckste live zu – grossartigst!

Update:
While schreibing this hätte das Blech launchen sollen, tat es aber nicht. Am 22. Mai nächster Startversuch. Uff!

#dragonlaunch 1/3
#dragonlaunch 2/3
#dragonlaunch 3/3

Hier … Dings … SpaceX via Twitter

 

„Abenteuer im wilden Osten“

Nach Hause kimme. Vorher entspannt durch die Blechflut in der Warschauer gezirkelt, dann noch den Grossen von einer Geburtstagsfeier (was mit Interkosmos im FEZ) abgeholt. Jetzt Käffchen.

(Der heutige Blog-Post-Titel wird ihnen präsentiert von @stedtenhopp1a)

Als ich eben so mit noch Botten an, denn Chefin ist nicht da (und da mach ich immer einen auf Wessi-esque) zwecks #tasskaff Zubereitung vom Salon ins Stullenschmier-Area schlenderte, gab’s folgenden Gedankengang mit anschliessender Beschlussfassung: Wenn ich was ins Internetz reinschreibe, dann isses erstens von erschreckender Rechtschreibung (Aber daran mag ich eigentlich gar nix ändern … #wasmitseo und #harhar auch!), zweitens recht knapp und drittens schon mit deutlicher Auffälligkeit ziemlich Internetz-related.

Streetart by Alias

Ich frage euch und mich: Muss das so sein? – Eben. Und daher wird dieser Internetz-Tagebuch-Eintrag zum einen ein wenig ausführlicher bzw. er wird das quantitave Niveau früherer POS-Aufsätze erreichen (sollen). Ihr erinnert euch: Aufsatz-König (Damals war das gender Dingsbums ja noch nicht so aktuell, deswegen lass ich das mal so stehen.) war ja wohl mal unbestritten der, der irgendwas mit vielen, vielen Seiten abgeben konnte. Ich muss zugeben, dass ich da immer ziemlich oft mit zu den Schreib-Strebern gehörte. Also merken: mehr kritzeln. Aber wie? Zeug vor- und zusammenschreiben? Device doof rumstehen lassen, und wie Marx hin und wieder an der Schrift feilen, bis gut und uploadable? Allein das Zeitfenster für diesen Ansatz ist ziemlich eng. Und im Salon steht die magnetische Kautsch mit kein-Bock-auf-schreiben-Dähnscha. Gut, ich sitz dann hin und wieder am Abend – ohne Bier und ND allerdings – in der Küche (Unerträglicher TV-Scheiss auf Pro7 & Co – etwa die Hälfe von euch könnte jetzt zustimmend nicken.), in diesem Fall isses dann so ne Akku-Issue. Erster Punkt, dazu passend der erste Kaffeeschluck aus der Blechtasse. Lauwarm. Einige der Blog-Abos haben sich auf das Modell Wochenrückblick eingeschossen – find ich grundsätzlich OKee. Auch wenn es mir ne Spur zu geregelt ist. Erinnert mich an den Job – weekly review oder so. Ich halte es da besser mit der nicht einzuhaltenden Selbstverpflichtung, täglich 20 Posts zu verfassen – der Weg ist das Ziel. Früher … als ich noch mehrmals täglich die Wandzeitung bepflasterte, das war schon was. Snappy bookmarklet sei Dank. Anfang des Jahres hatte ich mit vollster Absicht dieses Projekt beendet – wirre Idee war, den core Mechanismus mit Drupal nachzubasteln: post by mail, ist ja kein Voodoo. Muss nur gemacht werden. Zweiter Kaffeeschluck. Hol ich mir eigentlich noch ein Bier nachher? Blick auf die Apple-Uhr rechts oben.

wottsching Kiez

Punkt zwei: Weniger zum Thema Internetz schreiben. Echt? Oder angewöhnen, lässig auch total riehle Sachen zu besenfen. Wenn Tausend Leute zur verschissenen App der Woche was schreiben, isses OKee. Aber interessiert mich das? Lese ich die das nur aus Nettigkeit, suche krampfhaft zwischen den Zeilen, analysiere den Grafik-Zurecht-Schnippelungs-Geschmack und das spread-the-Artikel-Verhalten (Blog, Tweet, Google Plus usw.)? Andererseits: Passiert denn noch wirklich viel in unserem (Hier … Dings … wir 30 bis 40 jährigen eben.) Leben, was sich irgendwie nicht mit Internetz-Bezug (puuuuh, bloss gut!) be-schreiben und be-fotografieren bzw. screenshoten lässt? Nicht, dass ich das wirklich anprangere, jedoch dieses stete Suchen nach Internetz-Content-Alternativen. OKee, LSK/LV bliebe da natürlich noch als ewiger Quell toller #luftkraft Fakten, aber ich möchte die der @wikipippi ihre Nerven nicht überstrapazieren. #uknow Apropos: Der BRD-Wikipedia-Tüp, der mich Mitte dieser Woche (Nein, das ist trotzdem kein Wochenrückblick. :) mit einer MiG-related Mention bedachte, kommt gar nicht ausm Westen, wie ich immer dachte. #rp12 war, als ich diese Insider-Info von einem meiner Sitznachbarn receiven tat. Wegen drohender Menschwürde-Anprangerung while next Diskussion at #zimmerkontrolle kann ich leider nicht weiter auspacken. Steht vermutlich eh alles auf Facebook.

Facebook! Seit heute gibt’s ein paar Aktien, aktueller Kurs 41,18 Dollar. Mal in paar Jahren wieder raufschauen – Prognose? 500 Dollar? Oder ist ein AOL-esquer Abgang dann schon Geschichte? Ich bin neulich mal im Norden Berlins an dieser einen Tankstelle vorbeigefahren, an der ich seit Mitte der 90er immer diese total bildhafte Spritauspreisung i.H.v. 1,42 DM vor Augen habe. Gelbe Schrift auf grüner Tafel, also nicht Minol, genau. Dann leichte Rechtskurve, durch ne Brittsch, dann das Dorf, bisschen Landstrasse, noch ein Dorf, und dann irgendwann Bernau. Lange her. Jedenfalls – ja, ziemlich ganzloser Platz für so ne glanzvolle Facebook-Vorhersage, ick wees – was wird denn nun aus der Fratzenfibel? Ist der Zenit (Es gab mal ne sowjetische Kamera-Marke, die auch in Genex-Katalogen angeboten wurde, wenn ich mich nicht gerade total irre.) mit dem heutigen Tag oder von mir aus in paar Monaten erreicht? Knapp eine Milliarde Menschen macht da mittlerweile mit, irre. Ich halte nix von den German-Angst-like Visionen vom Staate Facebook etc., aber unwohl ist mir sehr wohl, wenn ich registriere, wie normale Leute das Mega-Zuckerberg-Deployment für das Internetz halten. Ich bin da sehr kein hardcore Open-Internetz-Tüp, aber dieses Einheits-Blau ist nicht OKee. Ich bin da jetzt ein paar Monate (keine Ahnung seit wann genau, müsste nachkieken) abgemeldet, und es geht auch so. OKee, schweife ich kurz ab und konstatiere, dass Twitter offenbar meine Trinkhalle und mein Pioniernachmittag ist.

Das Piwo ist da!

Schau an – schon wieder dreht sich das Ego-Gelaber um was mit TCP/IP. Habe btw ohne Erwähnung bereits den dritten Schluck Kaffee genommen. Und nicht nur das … Tasse leeren now und den Grossen fragen, was er von einer Pizza hält. (Normalweise würde ich den Artikel jetzt zügig beeneden. Aber – wir erinnern uns – neuer Ansatz und so.) Gut, packen wir also mal ne Salami-Paprika-Pizza in den Ofen. Und weil es gleich viertel neune ist, tschekke ich mal, was so im Westfernsehen kommt. #2015 Dieses leicht verkorkste Mammut-Fantasy-Machwerk vom Emmerich ist FSK 12, an anderer Stelle lese ich „Die Kommission entschied daher für den Film eine Freigabe ab 10 Jahren zu empfehlen.“ Mmh. Ich frag ihn einfach mal.

Ich bin übrigens unfähig, mir für eine Pizza die korrekte Press-Mikrowelle-Button-Reihenfolge einzuprägen. Bloss gut, dass es den Pizza-Zettel – vermutlich anno 2000 – gibt. Dem Statement von K2 entnehme ich, dass sich die Vorfreude auf diese Pizza in Grenzen hält. Ich versuche mit „Die ist bisschen dicker, weil fluffig und so. Und teurer war die auch“ zu punkten. An so ne olle ALDI-Salami-Pizza kommt eben nix ran. Bier holen wird übrigens nix – gestern war Taschengeldausgabe, Vati ist blank. (Ich hab aber noch ne Reserve-Mate!)

Wie war Vatertag? Ich war weder bereits am Vormittag hacke, noch bin ich mit Bollerwagen durch die Gegend gezogen. Ej, #easypeasy und Ruhe at Moellus HQ ftw! Der Rest der WG hatte mir einen ruhigen Tag gegönnt, und das war auch gut so. Gut bzw. sehr gut war auch der selbstgedrehte Eierlikör von der Gattin vom ehemaligen Ossi-Chef, aber da war der Vatitag auch schon wieder gestern. (Twitter-Benutzernamen der beiden fallen mir gerade nicht ein. #rtm)

Die Pizza ist fertig. Ich toppe das Botten-noch-an mit Pizza-im-Wohnzimmer. Some Stunden später. „Vollhorst 2.0“ – die #heuteshow nimmt Seehofer, urst schaue Facebook-Party und blöde Wutrede auseinander. Ziemlich wildes Format, kuhl. Und wo ich schon mal beim Thema Glotze bin – Zeit für die Werbung:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/U2yNfD3WSV0?rel=0

Nee, ich mach nix mit Autowerbung, und wenn es von mir ein Statement zum Thema Toyota gäbe, dann maximal was teutonisch hallendes a la „Toyota ist nicht Audi!“. Worauf der Autor hinaus möchte: bitte beachten Sie beim nochmaligen Abspielen des Clips bitte den Sound! Ab und an in der Geschichte der Menschheit, findest du deinen Sound – zack, uff, warn ditte, krass! Und weil die Social Media Tüpen von Toyota das offenbar ganz ähnlich sehen, packen sie uns die Mucke gleich explizit mit unter den Clip: Klick. Aber wassn das … Enttäuschung macht sich breit. Da wurde das MIDI-File ganz passend in den Videoclip reingefummelt, denn das nervige Gespreche geschickt ausgeblendet. Schade, Liedchen … nun geh, und reih dich ein in die farblosen Mobilfunk- und Klamotten-Songs. (Und gäbe es noch ein #kundekunde Blog mit Multimedia-Sektion, hätte ich mir die letzten Zeilen sparen können. Ich mach doch nix mit Werbung! Also gewissenermassen schon, aber eben nur anders.)

Was noch anders ist: Aperture. Nach all den Jahren des Nagel-kauenden Zauderns und des gestörten Schlafes war ich neulich mutig genug, mir das Teil ohne Hochglanzverpackung (Ja, wisst ihr noch – damals, als Software in Hochglanzverpackung verkauft wurde?) zuzulegen. Ich kann noch keine abschliessende Erfolgsmeldung im iPhoto-to-Aperture-Import-Kontext vermelden, weil der Sch**ss offenbar noch ein paar Jahrzehnte dauern wird. Aber nö, ich mag ja nicht meckern – iPhoto war mit den 100k Bildern ganz offenbar am Limit, und mit Ende dreissich möchte man auf einer hippen Stehparty ja auch nicht wirklich zugeben müssen, sich noch immer mit dem pbrush.exe der Apple-Foto-Verwaltung herumschlagen zu müssen. Jedenfalls möchte ich am Ende des initialen Imports bitte alle meine bekackten Bilder im hyppschen Aperture haben, und einen einigermassen sinnvollen Import-Workflow neuer Bilder entwickelt haben. Meldung kommt dann prompt.

immer hinterm Chef parken!

Ich werd mir mal noch ne #tasskaff machen, endlich die Botten ausziehen und – ganz Wochenrückblick-esque #harhar – nach paar aktuellen Bildern Ausschau halten. Ja, ich adaptiere, was gefällt … und diese Bildershow-Idee – die ist schon ganz nett. (Bilder sind irgendwo im Text versteckt, müssta selber finden.)

(Stop, doch noch mal was zum Thema Auto: Was haben die Leute genommen, die sich Renault „Koleos“ ausgedacht haben? Ohje, weia! Idee: Tumblr zum Thema beschissene Modellbezeichnungen #rtm)